Veranstaltungshinweis:

Published by

on

„Die Beleidigung Gottes und religiöser Symbole im Strafrecht „

VHS Wiener Urania, Do 12.10.2023, 19:30-21:00 Uhr, Vortragender: Clemens Lintschinger

Ist der Blasphemiestraftatbestand noch zeitgemäß? Wie ist die Bestimmung im Lichte der Anforderungen der Meinungsfreiheit und der gewollten Säkularisierung zu bewerten? Kann man Gott, der nicht leidensfähig ist, überhaupt beleidigen? Macht es Sinn, falsche Reliquien zu schützen? Welche Schlechterstellungen müssen Konfessionsfreie gegenüber Gläubigen erdulden, und sind diese gerechtfertigt? Erfahren Sie mehr über diesen widersprüchlichen Straftatbestand und diskutieren Sie, ob der Straftatbestand beibehalten, verändert, oder abgeschafft werden soll.

Zu meinem humanistischen Blog/Vlog für weitere Beiträge

Zum Trostbuch für Transzendenzskeptiker bei Ängsten und Trauer: Atheistisch glücklich sterben

5 Antworten zu „Veranstaltungshinweis:”.

  1. Avatar von Gerhard Pöschmann
    Gerhard Pöschmann

    Wo wird das gestreamt….? Mag es online sehen…

    Like

  2. Avatar von Burkhard Grundtner
    Burkhard Grundtner

    „Kann man Gott, der nicht leidensfähig ist, überhaupt beleidigen?“

    Darauf würde ich antworten:

    1968 verpasste eine Aktivistin dem deutschen Kanzler Kurt Georg Kiesinger mit symbolischer Wucht eine Ohrfeige.
    Der Abstand zwischen ihrer Stellung und derjenigen des Kanzlers war so groß, dass diese Geste überhaupt nichts an der haushohen Überlegenheit der Stellung des Kanzlers verändern konnte.

    Ähnlich ist es auch bei einer Beleidigung Gottes, nur dass der Abstand der Stellung noch viel größer ist. Gott ist derartig erhaben, dass ihn eine Beleidigung eines Menschen im Grunde gar nicht „erreichen“ kann.

    Aber dennoch will Gott die menschlichen Beleidigungen freiwillig erleiden und ertragen, aus Liebe – weil eben die Liebe dem Geliebten um jeden Preis nahe sein will. Die Liebe kann ihrer Ablehnung nur das Leiden entgegensetzen. Und das wird am Kreuz Christi sichtbar: Die göttliche Liebe selbst ist, obwohl wir es nicht verdienen, „abgestiegen“ in unsere nächtlichen Gassen, um uns zu holen. Ja, rätselhafte Liebe. Seitdem sollte unsere einzige Furcht diejenige sein, dieser Liebe noch einmal weh zu tun.

    Like

    1. Avatar von clemenslintschinger

      Vorerst bedanke mich für Ihr Kommentar, denn es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen Zeit für den Gedankenaustausch nehmen. Eine wechselseitige Wertschätzung bedarf, dass ich Ihnen antworte: Selbstverständlich akzeptiere ich Ihren Glaubensstandpunkt, aber wie Sie meiner Webseite unschwer entnehmen könne, bin ich Humanist und Atheist und teile Ihre a priori angenommenen Glaubensgewissheiten nicht. Doch ich will in einem Gedankenexperiment annehmen, dass der christliche Gott, wie Sie sich ihn vorstellen, der Realität entspricht (Anm.: Bei einem metaphys. Wesen kann man nicht von „existieren“ sprechen). Dann kann ich trotzdem die Liebe Gottes in der Massenvernichtung durch die Sintflut, mit der Gott unschuldige Babys, Kinder und Tieren ersäufte, ebenso in der schmerzhaften Verbrennung von Babys, Kinder und Tieren in Sodom und etwa in der Androhung eines ewigen Pfuhls von Schwefel und Feuer für die Seelen jener Menschen, deren Verbrechen es ist, nicht an ihn zu glauben, leider nicht erkennen. Im Übrigen hätte er uns die schlimmste, aller Welten erschaffen, weil wir in einer Fresswelt leben müssen. Jedes Lebewesen kann nur durch die Vernichtung eines anderen Lebewesens existieren. Menschen essen Tiere oder Pflanzen, Tiere fressen andere Tiere oder Pflanzen, Pflanzen entziehen dem Boden die Nährstoffe. Ein liebender, allmächtiger Gott hätte eine andere Welt erschaffen können, wo wir uns nicht töten müssen, um zu leben. Mit dem freien Willen hat das nichts zu tun. Auch ohne Fresswelt hätten wir einen freien Willen haben können.
      Aber in dem Vortrag ging es nicht um Glauben oder Unglauben, sondern um die Frage, ob Österreich, so wie andere Staaten in Europa (zum Bsp. das kath. Irland) den Blasphemiestraftatbestand abschaffen soll.
      Besuchen Sie doch meinen nächsten Vortrag am 9.11.2023, dann behandeln wir das Thema Säkularisierung. Ich freue mich auf eine wertschätzende Diskussion.

      Like

      1. Avatar von Burkhard Grundtner
        Burkhard Grundtner

        Vielen Dank für die Rückmeldung. Ja ist klar, eine Glaubensdiskussion und eine Diskussion über die Gestaltung des Strafrechts in einem säkulären Staat sind unterschiedliche Dinge. Mir war vor allem wichtig aufzuzeigen, dass Gott nach katholischem Glauben sehr wohl leidensfähig ist, eben aufgrund des zentralen Glaubensinhaltes der Menschwerdung Gottes.

        Like

      2. Avatar von Burkhard Grundtner
        Burkhard Grundtner

        P.S.: Wo und wann findet die Veranstaltung am 9.11. statt?

        Like

Hinterlasse einen Kommentar