Zeit für ein Rätsel: Eine treue Followerin aus den Tagen meines früheren Berufslebens hat mich daran erinnert, oder vielmehr den Wunsch geäußert, dass ich die Rubrik „Riddle“ wieder aufleben lasse. Dies tue ich mit großer Freude, und ab sofort werde ich wieder regelmäßig kleine Kopfnüsse präsentieren. Wer Spaß an dem nachfolgenden Rätsel hat und in Zukunft keines verpassen möchte, ist eingeladen, meinen humanistischen Blog zu abonnieren.
Und hier ist es, mein erstes Rätsel
Gesucht wird der Name (Frage 1) eines Friedhofs. Es handelt sich um einen kleinen Friedhof auf einem Berg (Welcher – Frage 2), der weniger als 1000 Gräber und eine geringe Anzahl von Ehrengräbern aufweist, mit einer Fläche von etwa 7000 Quadratmetern.
Dieser Friedhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich, da er mehrmals gesperrt und wieder eröffnet wurde. Derzeit ist er „in Betrieb“. Eine derartige Historie ist für einen alten Friedhof nicht ungewöhnlich, doch zwei Aspekte machen ihn besonders reizvoll für einen Besuch.
Einen Steinwurf vom Friedhof entfernt wird täglich Geschichte geschrieben, oder anders ausgedrückt, hier werden Geschichten geboren. Was meine ich damit? (Frage 3)
Besonders interessant ist der Friedhof jedoch, weil dort eine Person ihre letzte Ruhe gefunden hat, die – ich übertreibe nicht – das Denken der Menschheit nachhaltig verändert hat. Sie lehrte uns, dass wir der Wahrheit nur durch das Scheitern näherkommen. Damit verfolgte sie keine Trost-Platitüde, sondern ihre Methode revolutionierte sowohl die Wissenschaft als auch die Philosophie. Zu erwähnen ist, dass die betreffende Person nicht in der Stadt gelebt hat, wo sie nun begraben liegt. Welche Person ist gemeint (Frage 4), und wo hat sie zum Zeitpunkt ihres Todes gewohnt (Frage 5)?
Übrigens berichtete die 15-minütige Tagesschau des Ersten Deutschen Fernsehens an ihrem Todestag nichts über das Ableben dieser herausragenden Persönlichkeit, wohl aber über die Ernennung von Angela Merkel zur deutschen Umweltministerin und den Rücktritt des irischen Präsidenten Reynolds. Im Kino lief an diesem Tag in Deutschland der Film „König der Löwen“ an. Wann war also der Todestag (Frage 6)?
Freiwillige Mitmachebedingungen:
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Antworten: Bitte schreibe deine Antworten gerne auf dieser Plattform oder hinterlasse einen Kommentar auf meinem humanistischen Blog.
Auflösung: Zur Lösung nach unten scrollen.
Preis für die richtigen Antworten: Zudriedenheit über das bereits erworbene Wissen
Trostpreis für falsche Antworten: Die Freude, Neues gelernt zu haben
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Auflösung
Im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing befindet sich auf dem Küniglberg (Antwort 2) unweit des ORF (Antwort 3), der sowohl täglich Geschichten produziert als auch österreichische Geschichte geschrieben hat, der Lainzer Friedhof (Antwort 1). Auf dem Friedhof ist in einem einfachen, schmucklosen Grab (siehe nachstehend ein Foto) der berühmte österreichisch-britische Philosoph Karl Raimund Popper (Antwort 4) begraben, der am 17.09.1994 (Antwort 6) in London (Antwort 5) verstarb. Sir Popper (er wurde von Königin Elisabeth II zum Ritter geschlagen) hat in vielerlei Hinsicht der Menschheit unwiderruflich seinen Stempel aufgedrückt. Im Riddle #1 ist seine Falsifikationsmethode angesprochen. Wissenschaftler sollen versuchen, ihre Theorien zu widerlegen, statt sie mit Versuchen zu beweisen zu versuchen. Aus formallogischen Gründen dürfe man aus Einzelfällen kein allgemeines Gesetz ableiten (Induktionsproblem), sondern jene Theorie kommt der Wahrheit am nächsten, deren Widerlegung misslingt.
Foto des Grabes von Sir Karl Raimund Popper (28.07.1902 (Wien) – 17.09.1994 (London)):

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