Zeit für ein neues Rätsel: Liebe Rätselfreunde und Wissbegierige, heute erzähle ich euch eine nette Geschichte und danach gibt es die Fragen dazu.
Es war einmal, vor vielen, vielen Monden, an einem entlegenen Ort, da zog eine ungewöhnliche Gemeinschaft von drei Freunden durch die Lande. Diese außergewöhnliche Truppe bestand aus einem Fuchs, einem Affen und einem felligen dritten Tier. Tagsüber durchstreiften sie gemeinsam die malerischen Wälder und majestätischen Berge, teilten ihre Freuden und schützten sich in den dunklen Stunden der Nacht vor den Gefahren, die im Schatten lauerten. Die Kunde von dieser eigenartigen Gemeinschaft erreichte schließlich die Ohren des Herrn des Himmels, der von unstillbarer Neugier ergriffen wurde. Verkleidet als einfacher Wanderer begab er sich auf den Pfad der Freunde, um ihr Treiben zu beobachten. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die Sterne am Himmel aufleuchteten, gesellte sich der getarnte Himmelswanderer zu der illustren Gruppe. Gerade als die drei Freunde am Lagerfeuer ihr Abendmahl genossen, trat der Herr des Himmels zu ihnen und bat bescheiden um etwas Nahrung, denn sein Magen knurrte vor Hunger. Der Affe reichte ihm flink die übriggebliebenen Nüsse, der Fuchs opferte großzügig seinen letzten Fisch. Doch das dritte Tier hatte nichts mehr zu geben. Der Affe und der Fuchs waren ob dieser vermeintlichen Unfreundlichkeit empört, doch bevor der Zorn weiter wachsen konnte, sprang das dritte Tier verzweifelt in das lodernde Feuer und rief zum Wanderer: „Iss mich!“. Dieses opferbereite Gastgeschenk berührte den Herrn des Himmels zutiefst. Als Zeichen seiner Dankbarkeit sorgte er dafür, dass der aufsteigende Rauch, der bei der Opferung des tapferen Tieres entstand, sich auf der glänzenden Mondoberfläche niederließ und bis in die heutige Zeit seine Form nachahmt.
Frage 1: In den zahlreichen Varianten des Mythos erscheint auf der Mondoberfläche immer ein Wesen, das, mit etwas Vorstellungskraft betrachtet, die Form eines bestimmten Tiers annimmt – welches?
Frage 2: Welches Küchengerät verwendet das Tier auf der Mondoberfläche?
Frage 3: Wie lautet der Fachausdruck für das Phänomen, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände wiederzuerkennen?
Frage 4: In einem weiten bzw. übertragenen Sinne kennen auch Religionen das Phänomen. Die Priesterkaste und Theologen sprechen abwertend und verurteilend vom …?
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Mitmachbedingungen: Kein Google, kein Wikipedia, keine Bildrückverfolgung, kein Lesen der Antworten in den Kommentaren!
Antworten: Eure Antworten schreibt gerne auf dieser Plattform oder als Kommentar auf meinem humanistischen Blog.
Auflösung: Die Auflösung erfolgt am 03.12.2023 als up-date dieses Blogbeitrags auf meiner Blog-Webseite https://clemens-lintschinger.eu/blog-vlog/
Preis für die richtigen Antworten: Zufriedenheit über das bereits erworbene Wissen
Trostpreis für falsche Antworten: Freude, neues Wissen erfahren zu haben
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UP-Date 03.12.2023: Auflösung des Riddle #4:
Das fellige Tier mit der hohen Opferbereitschaft, das der Herr im Himmel verewigt hat, ist der Hase (Antwort 1).
Und er verwendet einen Mörser (Antwort 2), denn nach der Überlieferung stampft der Mondhasedie Zutaten für Mochi.
Der gesuchte Fachausdruck lautet „Pareidolie“ (Antwort 3). Pareidolien sind das Ergebnis von Fehldeutungen des menschlichen Gehirns, das dazu neigt, Strukturen mit vertrauten Assoziationen zu vervollständigen. Das kann auch bewusst geschehen, zum Beispiel bei Wolken.
In der Religion/Theologie spricht man vom „Götzenbild“ (Antwort 4).
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